Mit der Sechsten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung Sachsen-Anhalts am 26. Mai 2020 den Weg für eine schrittweise Wiederaufnahme des Sporttreibens in Sachsen-Anhalt frei gemacht. Paragraf 8 der Verordnung zu "Sportstätten und Sportbetrieb, Spielplätzen" legt die Voraussetzungen fest, unter denen ein Sporttreiben unter Auflagen wieder möglich ist.

 Paragraf 8
Sportstätten und Sportbetrieb, Spielplätze

(1) Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen einschließlich Frei- und Hallen­bädern, wird wie folgt eingeschränkt:

  1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt,
  2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten,
  3. Wettkampfbetrieb findet nicht statt,
  4. Zuschauer sind nicht zugelassen.

(2) Die Nutzung der Sportstätte erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbe­legung der Sportsstätte festzulegen.

Aufgrund dieser Regelungen können wir den geplanten Wettkampf am 14. Juni nicht durchführen!

Wir werden jedoch zur gleichen Zeit eine Ermittlung des derzeitigen Trainingsstandes durchführen. Dieser Test wird nach den zehn Leitplanken des DOSB absolviert. Es gelten zudem alle Regelungen, die für ein derzeitig mögliches Training zutreffen. Da wir nur zwei Disziplinen anbieten, ist die Einhaltung der Vorgaben problemlos machbar.

Teilnehmer anderer Vereine melden sich bitte über LADV an, um eine Einteilung der Trainingsgruppen im Vorfeld zu ermöglichen. Startgebühren wird es nicht geben, da es sich nicht um einen Wettkampf handelt.

  • Sportler werden in Gruppen eingeteilt, deren Größe eine kontaktfreies Training ermöglichen.
  • Die Einteilung wird nach Meldeschluss veröffentlicht.
  • Jeder Teilnehmer bekommt einen zugewiesenen Sitzplatz (Abstandsregel).
  • Das Kampfgericht wird auf drei Personen reduziert.
  • Es wird streng nach den zehn Leitplanken des DOSB gearbeitet.
  • Zuschauer werden nicht zugelassen. (ausgenommen Trainer und begleitende Eltern)
  • Verpflegung wird nicht bereitgestellt.
  • Urkunden und Pokale werden nicht ausgegeben.
  • Duschen werden nicht zur Verfügung gestellt.
  • Jeder Werfer hat eigene Speere zu nutzen, ist dies nicht möglich, werden Speere bereitgestellt, die jedoch nicht untereinander ausgetauscht werden.
  • Der Einwurf-Bereich wird auf zwei Anlagen verteilt.
  • Es wird ein Protokoll der Anwesenheit aller Personen aufgenommen.
  • Die Trainings-Ergebnisse werden auf der PSV-Homepage veröffentlicht

Der Zeitplan wird so erarbeitet, dass es den Stabhochspringern auch möglich ist, im Anschluss oder zuvor Speer zu werfen. Die Gruppen bleiben nach Möglichkeit erhalten.

Am Freitag fand unser "post-coronales" Auftakttraining statt. In zwei Trainingseinheiten und sechs Trainingsgruppen, trafen sich 14 Athleten, womit die Abstandsregel und die Anzahl der Personen je Gruppe spielerisch eingehalten werden konnte. Da das Wetter in dieser Woche erst einmal eine Pause einlegt, wird auch noch nicht mit steigenden Athletenzahlen zu rechnen sein. Samstag waren sechs fleißige Damen und Herren vor Ort, um die notwendigen Verschönerungen an den Anlagen vorzunehmen. Fast alle Arbeiten wurden erledigt. Auch den Sonntag nutzten einige Sportler, um mit unseren Anlagen wieder Kontakt aufzunehmen. Dank dem, bis dahin noch, schönem Wetter, wurde in kleinen Gruppen an allen Ecken des Platzes trainiert.

Die zehn Leitplanken des DOSB 

Distanzregeln einhalten Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den anwesenden Personen trägt dazu bei, die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren deutlich zu reduzieren. Auf Grund der Bewegung beim Sport ist der Abstand großzügig zu bemessen.

Körperkontakte auf das Minimum reduzieren Auf Händeschütteln, Abklatschen, in den Arm nehmen und Jubeln oder Trauern in der Gruppe wird komplett verzichtet. Die Austragung von Zweikämpfen, z. B. in Spielsportarten, sollte unterbleiben oder auf ein Minimum reduziert werden. In Zweikampfsportarten kann ggf. nur Individualtraining stattfinden.

Freiluftaktivitäten präferieren Sport und Bewegung an der frischen Luft erleichtern das Einhalten von Distanzregeln und reduzieren das Infektionsrisiko durch den permanenten Luftaustausch. Spiel- und Trainingsformen sollten, wenn möglich, auch von traditionellen Hallensportarten im Freien durchgeführt werden.

Hygieneregeln einhalten Häufigeres Händewaschen, die regelmäßige Desinfektion von stark genutzten Bereichen und Flächen sowie der Einsatz von Handschuhen kann das Infektionsrisiko reduzieren. In einigen Sportarten kann ggf. sogar der Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken erwogen werden.   

Umkleiden und Duschen zu Hause Die Nutzung von Umkleiden und Duschen in Sporthallen und Sportvereinen wird ausgesetzt.

Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen  In der Übergangsphase sollte auf die Bildung von Fahrgemeinschaften zum Training und zu Wettkämpfen verzichtet werden. Ebenso ungeeignet ist der Einsatz von Minivans.

Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste unterlassen Um die Distanzregeln einzuhalten, sollten derzeit keine sozialen Veranstaltungen des Vereins stattfinden. Die Bundesregierung hat es Vereinen kurzfristig gestattet, ihre Mitgliederversammlungen im Bedarfsfall auch digital durchzuführen.

Trainingsgruppen verkleinern Durch die Bildung von kleineren Gruppen beim Training, die im Optimalfall dann auch stets in der gleichen Zusammensetzung zusammenkommen, wird das Einhalten der Distanzregeln erleichtert und im Falle einer Ansteckungsgefahr ist nur eine kleinere Gruppe betroffen bzw. mit Quarantäne-Maßnahmen zu belegen.

Angehörige von Risikogruppen besonders schützen Für Angehörige von Risikogruppen ist die Teilnahme am Sport ebenfalls von hoher Bedeutung. Umso wichtiger ist es, das Risiko für diesen Personenkreis bestmöglich zu minimieren. In diesen Fällen ist nur geschütztes Individualtraining möglich.   

Risiken in allen Bereichen minimieren Dieser Punkt ist insbesondere ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Wenn man bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hat, sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren ist, sollte darauf verzichtet werden und alternativ eine risikofreie Aktivität gesucht werden


Am Freitag fand die Ehrungsveranstaltung für die besten Sportler des vergangenen Jahres im Jerichower Land statt. KSB und Volksstimme führten diese wieder in der Burger Stadthalle durch. Wir hatten zwölf Athleten gemeldet, und waren damit bei Weitem nicht der Verein mit den meisten zu ehrenden Sportlern. Erstmals seit über 20 Jahren gab es keine Leserwahl und somit auch keinen Sportler des Jahres. Da man die Leistungen in den unterschiedlichen Sportarten nicht miteinander vergleichen kann, es auch immer nur ein subjektives Ergebnis darstellte, fiel der Wegfall der Wahl kaum ins Gewicht. Schade nur, dass in sämtlichen Ansprachen der Würdenträger, als Analogie immer nur der Fußball genommen wurde. Es gibt auch anderen erfolgreichen Sport, was diese Veranstaltung schließlich bewiesen hat. Für einige unserer Athleten war es nicht die erste Ehrung. Bei unseren jüngsten Sportlern war jedoch noch etwas mehr Glanz in den Augen, da eine solche Ehrung für sie noch nicht selbstverständlich ist. Mal schauen ob im nächsten Jahr die üblichen Verdächtigen oben stehen oder sich andere Athleten aufdrängen.

Auch wenn es die Platzierungen nicht unbedingt aussagen, die Leistungen unserer jüngsten Sportler bei den Besten-Ermittlungen in der Halle waren sehr gut. Fast alle verbesserten sich deutlich in ihren Bestleistungen. Zudem kamen vier neue Vereinsrekorde hinzu. Janik war am Sonntag in Magdeburg Einzelkämpfer bei den Jungen der AK 11. Er zeigte durchgängig eine solide Leistung und lag am Ende mit Platz 16 im Mittelfeld. In der W9 sprintete Leonie zu einem neuen Vereinsrekord über die seltenen 40 m. Auch im Weitsprung ließ sie eine gute Weite folgen. Bei den 400 m verließ sie aber leider der Kampfgeist, sodass eine vordere Platzierung in der Mehrkampfwertung nicht mehr möglich war. In der W10 hatten wir vier Teilnehmerinnen am Start. Neuling Zoe schaffte sich mit ihren Ergebnissen gute Ausgangswerte. Tamina blieb bei allen Starts knapp unter ihren Bestleistungen. Im Weitsprung lag sie auf Platz drei der isolierten Liste. Valerie stellte drei persönliche Bestleistungen auf und lag am Ende einen Punkt über dem alten Vereinsrekord. Den toppte überraschend aber Lena mit sehr guten Lauf- und Sprint-Resultaten. Dieser Rekord ist allerdings noch ohne Gewähr, da die 600 m-Zeit aus der 800 m- Punkte-Tabelle genommen wurde. In der abschließenden Staffel der W10 fiel dann aber ein offizieller Vereinsrekord. Um ganze vier Sekunden verbesserten Lena, Zoe, Valerie und Tamina die alte Marke. In der W11 konnte Medaillen-Hoffnung Rieke leider nicht antreten. Im Sportunterricht verletzte sie sich am Fuß. Sarah erreichte in fast allen Disziplinen ihre Bestmarken, Nathalie zeigte ebenfalls Werte in ihrem bisherigen Leistungsbereich. Theresa konnte in allen Disziplinen deutlich zulegen und stellte auch hier unter Vorbehalt einen Vereinsrekord in der Mehrkampfwertung auf. In der Mannschaftswertung der U12 belegten Theresa, Lena, Valerie und Tamina den siebenten Platz.

Das Wochenende hatte gleich zwei Wettkampfhöhepunkte anzubieten. Zum einen fanden in Erfurt die Deutschen Hallen-Meisterschaften der Senioren, in der Leichtathletik statt und in Magdeburg die Bezirks-Bestenermittelungen der U10 und U12. Katrin und Mario ließen sich die Möglichkeit nicht nehmen, in Erfurt um gute Platzierungen zu kämpfen. Die Ausgangsposition war recht einfach. Mario hatte keine Chancen auf Medaillen, konnte daher einiges ausprobieren und Katrin musste die Nerven bewahren, denn der Sieg in ihrer Altersklasse im Stabhochsprung konnte nur über sie gehen. Am Samstag war Mario an der Reihe. Ein Blitzerfoto auf dem Weg zum Stadion verhieß nichts Gutes. Unter den sieben Stabhochspringern waren zwei Ex-Profis dabei, die eine tolle Show vorführten. Für die "Normalsterblichen" blieb also der Kampf um Rang drei. Mario begann aus kurzem Anlauf und übersprang seine Anfangshöhe im ersten Versuch. Den mittleren Anlauf, aus dem er in Halle 3,40 m gesprungen war, ließ er ungenutzt und versuchte bei 3,20 m gleich den Anlauf aus 10 Schritten. Wie schon in den letzten vier Jahren bei den DM, hatte Mario kein Glück. Trotz tollem Sprung fiel die Latte im ersten Versuch. Die Höhe schaffte er mit Mühe dann im dritten Sprung. Nun war er gezwungen zu pokern, da die direkten Konkurrenten bei 3,40 m weitermachten. Nach zwei ungültigen Versuchen, wobei der zweite knapp war, übersprangen zwei Gegner diese Höhe. Mario ließ den letzten Versuch daher auf 3,50 m legen. Auch hier war es ähnlich knapp, jedoch ungültig. Positiv hingegen, dass er endlich wieder einen funktionierenden Wettkampfanlauf hat und auch die Physis für viele Sprünge reichte. Letztendlich war es der fünfte Platz, für Rang drei hätte er 20 cm über Landesrekord springen müssen. Den Titel holte sich Christian Bludau, der mit 4,33 m eine Weltklasse-Leistung verbuchte. Den anschließenden Hochsprung hätte sich Mario sparen können. Die Kraft war weg und die übersprungenen 1,50 m für Rang sieben bauen nicht gerade auf. Katrin ging als zehnfache Titelträgerin in den Wettkampf am Sonntagmittag. In den letzten drei Jahren jedoch kam keine goldene Medaille hinzu. Nachdem sie bei den LM in Halle ihren ersten Wettkampf nach längerer Verletzungspause absolvierte, war nicht ganz klar, wie sie in den Wettkampf kommen würde. Der Modus sah vor, dass die W45 in Schritten von 20 Zentimetern springen musste. Um auf Nummer sicher zu gehen begann Katrin bei 2,00 Metern. Nachdem sie im zweiten Versuch die Höhe meisterte, stand der 11. Titel fest. Die 2,20 m übersprang sie gleich im ersten Versuch. Bei 2,40 m ging sie auf einen längeren Anlauf und nahm einen härteren Stab. Und tatsächlich hätte sie diese Höhe im dritten Versuch fast überwunden. Wichtig auch für sie, dass die Veränderungen im Sprung-System greifen und der Wettkampf ohne Schmerzen verlief. Für die Freiluftsaison ist das Ziel nun ganz klar ein neuer Landesrekord.

Seine letzte Chance, den Vereinsrekord über die 800 m in diesem Winter zu brechen, nutzte Hannes in Berlin. Beim Sportfest des Weißenseer SV, trat er als jüngster Athlet in der Riege der Männer an und vollendete seinen lange gestrickten Plan. In 2:10,61 Minuten belegte er den siebenten Platz. Ob es in diesem Jahr schon für die Traumzeit unter 2 Minuten reichen wird, ist fraglich. Wenn er jedoch weiterhin so zielstrebig arbeitet, sollte auch diese Grenze irgendwann fallen.

Am Sonntag war die große Stunde von Alexander. Bei seinen dritten Deutschen Meisterschaften, die ersten für den PSV, sorgte er für sein bisher bestes Ergebnis. Mit übersprungenen 1,95 m belegte er am Ende den sechsten Platz unter der deutschen Hochsprung-Elite der  AK U20. Mit etwas Glück wäre sogar eine Medaille möglich gewesen. Alex sprang alle Höhen im ersten Versuch. Wäre ihm dies auch bei den 2,00 m gelungen, wäre Bronze sicher gewesen. Da die Anlaufsicherheit nach der langen Trainings-Pause noch nicht ganz hergestellt ist, kann er sich aber über seine beste Platzierung bei einer DM sehr freuen. Zudem bleibt der Hunger, es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Herzlichen Glückwunsch!!

Schließlich fanden am Sonntag die Bezirksmeisterschaften aller Jugend-Klassen ab der U 14, in Magdeburg statt. Es ist immer schwierig, sich direkt nach einem Saison-Höhepunkt noch einmal auf einen Wettkampf zu konzentrieren. Dies bewies auch dieser Wettkampf. Nach den MDM am Tag zuvor war bei einigen unserer Starter etwas die Luft raus. Trotzdem kamen teilweise noch ordentliche Ergebnisse zustande. Hannes holte sich Silber im Kurzsprint und siegte bei den 800 m. Die anvisierte Zeit schaffte er nicht, da seine Gegner nicht das nötige Tempo mitbrachten. Vincent wurde auch hier über die Hürden Zweiter. Nachdem er bei den LM und MDM drei blitzsaubere Läufe hinlegte, tuschierte er drei Hürden leicht und verpasste daher eine bessere Zeit. Lilly probierte sich gleich in vier Disziplinen aus. Trotz Startproblemen über die Hürden konnte sie noch den dritten Platz erreichen. Mit der Kugel gab es eine neue Bestweite. Caroline probierte sich im Kurzsprint aus und lief über die 400 m ein starkes Rennen zu einem neuen Vereinsrekord. Für Alexandra gab es am Wochenende eine Flut neuer Eindrücke, schließlich waren es ihre ersten Wettkämpfe auf überregionale Ebene. Mit der Kugel-Technik noch etwas unsicher, zeigte sie eine gute Leistung über die 60 m. Mia trat im Weitsprung an und unterstrich zum wiederholten Mal ihr verbessertes Leistungsvermögen. Als jüngste Teilnehmerin lief Sina die 800 m. Über die vier Hallenrunden konnte sie ihre Bestleistung deutlich steigern. Eva trat im Hürdensprint, mit der Kugel und im Hochsprung an. Über die Hürden lief sie wieder knapp an ihre Bestleistung heran, mit der Kugel konnte sie diese verbessern. Den Hochsprung schließlich konnte sie tatsächlich gewinnen und so ihren ersten Meister-Titel in unseren Vereinsfarben einfahren. Kjell startete mit Hannes über die 800 m. Nachdem er in Halle schon eine gute Figur über die 1500 m abgab, war seine Zeit bei den BM ebenfalls stark. Fynn verpasste mit neuer Bestleistung im Weitsprung knapp eine Medaille. Im Sprint gab es Bronze für eine tolle Leistung. Auch er testete eine neue Strecke und lief am Ende der Veranstaltung eine gute Zeit über die 300 m. Da alle Trainer an diesem Sonntag verhindert waren, ist das Auftreten unserer Athleten besonders zu loben.

War das eine Eintagsfliege oder haben wir die nächste Stufe in der sportlichen Entwicklung unserer Abteilung erreicht? Zum vierten Mal in diesem Winter nahmen wir an Wettkämpfen in der Saalestadt Halle, in der Sporthalle auf den Brandbergen teil. Die mitteldeutschen Hallenmeisterschaften an diesem Samstag waren für die Jugendlichen der U16 bis U20 der Wettkampfhöhepunkt des Winters. Nachdem wir im letzten Jahr schon drei Athleten in Erfurt am Start hatten, qualifizierten sich in diesem Jahr fünf Sportler und die 4 x 200 m Staffel der weiblichen U18 für die Medaillenhatz. Im Stabhochsprung hatten Lilly und Jenna endlich auch einmal ernsthafte Gegnerinnen aus Sachsen und Thüringen. Lilly stellte ihre Bestleistung von 2,40 m ein und rangierte am Ende einer starken Konkurrenz auf dem guten fünften Rang. Mit gleicher Höhe konnte Jenna in der U16 glänzen. Die Landesmeisterin der Vorwoche hatte es nun mit zwei gleichstarken Springerinnen zu tun. Durch einen Flüchtigkeitsfehler bei der Anfangshöhe lag sie erst einmal im Hintertreffen. Alle jungen Damen sprangen die nächsten Höhen bis 2,40 m im ersten Versuch. Da bei dieser Höhe die zwei Gegnerinnen knapp strauchelten und Jenna diese im ersten Versuch nahm, war sie plötzlich erste mitteldeutsche Jugendmeisterin unseres Vereines. Sogar die 2,50 m schienen nicht unmöglich. Vincent hatte sich in der U18 über die Platzierung bei den LM und auch über seine gute Zeit für die MDM über die 60 m Hürden qualifiziert. Im Vorlauf stellte er noch einmal einen neuen Vereinsrekord auf und im Finale erreichte er mit der gleichen Zeit den sechsten Platz! Hannes startete im Feld von zwölf 400 m Läufern. Seinen Zeitlauf konnte er in einer starken Zeit gewinnen. Am Ende reichte es zu einem hervorragenden siebenten Platz. Die Riesen-Überraschung des Tages jedoch war Alexander. Alex hatte im Sommer seine sportliche Laufbahn beim SCM beendet und widmet sichseit dem seinem Studium. Da ihm der Sport doch fehlte, meldete er sich Anfang des Jahres bei uns an. Als Rückkehrer, er war für uns bis 2010 aktiv, ging er im Hochsprung an den Start. Nach drei Sprüngen waren die Fronten schon geklärt und er stand als Meister fest. Nach übersprungenen 1,96 m wählte er die 2,00 m als nächste Höhe. Diese übersprang er im ersten Versuch um anschließend die neue Bestmarke von 2,03 m auflegen zu lassen. Fast unbemerkt vom Publikum meisterte er auch diese Höhe im zweiten Versuch. Mit dieser Leistung wirft er alle vorgegebenen Trainingspläne über den Haufen und ist für die DM der Jugend in zwei Wochen, in Neubrandenburg qualifiziert. Wenn er dort genau so locker auftritt, ist ein Platz unter den besten sechs möglich. Der lange Wettkampftag ging mit der abschließenden Staffel der jungen Damen zu Ende. Emely, Caroline, Mia und Alexandra setzten sich als Ziel, Spaß zu haben und nicht letzte zu werden. Bei acht gemeldeten Mannschaften ist ihr fünfter Platz hoch zu bewerten. Für eine Staffel, die in dieser Aufstellung und Reihenfolge zum ersten Mal antrat, war auch die Zeit nicht zu verachten. Einen kleinen Nachbrenner zünden wenige Starter bei den BM am Sonntag in Magdeburg. Vielleicht gibt es auch dort noch gute Leistungen zu bestaunen.

 

Für die, am 6. März stattfindende, Sportlerehrung haben wir folgende PSV-Mitglieder gemeldet.

Eva   Bronze im Block-Mehrkampf  X

Emilie   Bronze bei den LM im Hürdensprint  X

Jenna   Landestitel mit dem Stab

Lilly   zweiter Platz bei den MDM im Stabhochsprung

Mia   dritter Platz im Block Wurf

Tommy   dritter Platz bei LM Winterwurf mit dem Speer

Hannes   dritter Platz   bei LM im 2000 m Hindernislauf X

Nicolas   3. Platz bei den HLM im Kurzsprint  X

Max   Landesmeister über 400 m X

Vincent   zweiter LM über 110 m Hürden  X

Katrin   Silber und Bronze bei DM der Senioren mit dem Stab  X

Jens   Landesmeister bei offenen BBM Speer + Diskus  X

4 x 100 m Staffel der U20   mit Hannes, Nicolas, Max, Vincent X

Mit einem Kreuz versehene Sportler haben eingewilligt (intern), laut Datenschutzbestimmungen, eventuelle Fotos und Texte der Veranstaltung veröffentlichen zu lassen. 

Informationen zu den Tickets werden zeitnah veröffentlicht.

 

Das vergangene Wochenende war von zwei Landesmeisterschaften geprägt. Am Samstag fanden in Halle die LM der Frauen/Männer und U18 statt; am Sonntag kämpften dann die U14er um den Hallen-Mehrkampftitel im Fünfkampf. Im Vorfeld dieser Meisterschaften spekulierten wir mit sieben Medaillen, letztendlich konnten wir sogar neun erkämpfen. Da die Meldungen, bei der Veranstaltung auf den Hallenser Brandbergen, doch recht mager ausfielen, gelang es auch Athleten aus der sonstigen "zweiten Reihe" Podiumsplätze zu ergattern. Auch wir Burger konnten dies natürlich ausnutzen. Dreizehn Sportler gingen in die Wettkämpfe und zeigten fast durchweg gute bis sehr gute Leistungen. Selma und Nicolas traten bei den Erwachsenen im Sprint über 60 m an. Beide bestätigten ihre Jahres-Bestzeiten, die aber jeweils leider nicht für den Endlauf reichten. Katrin und Mario konnten nach fast 10 Jahren wieder einmal an den LM der Frauen und Männer teilnehmen. Die letzte LM fand im Sommer 2010 in Magdeburg statt und bei den Titelkämpfen der vergangenen Jahre in der Halle, wurden die Meisterschaften immer zusammen mit den Senioren ausgetragen. Nach halbjähriger Verletzungspause ging Katrin wieder mit dem Stab auf Medaillenjagd. Noch vorsichtig, aus kurzem Anlauf, kam sie gut in den Wettkampf und holte mit 2,20 m Silber. Mario konnte tatsächlich erst seinen ersten Hallentitel bei den Männern gewinnen. Nach insgesamt sieben Titeln bei den Freiluftmeisterschaften zwischen 1995 und 2010, war es unvermeidlich zu gewinnen. Da er aus verschiedensten Gründen einziger Teilnehmer war, wollte er den Titel mit einem ordentlichen Resultat einfahren. Dies gelang ihm auch mit 3,40 m und damit 40 cm mehr als am vergangenen Wochenende bei den Senioren M50. Die jugendlichen Starter brachten es fertig, dass kein Starter ohne Medaille blieb. Dies allein ist größten Lobes wert. Jenna konnte zum ersten Mal den Titel mit dem Stab in der W14 gewinnen. Mit ihrer Höhe war sie zwar nicht ganz zufrieden, jedoch hat sie sich damit für die MDM am kommenden Samstag positiv unter Druck gesetzt. Lilly konnte mit Bestleistung und neuem Vereinsrekord den zweiten Rang in gleicher Disziplin erspringen. In der U18 gab es zusätzlich etwas überraschend für sie, Bronze im Hochsprung. Mia erreichte den Endkampf im Weitsprung und schleuderte den Speer beim Winterwurf auf eine neue Bestmarke. Emely und Caroline lieferten sich über die 800 m ein Kopf- an Kopf-Rennen um den sechsten Platz. Beide, sowie Jenna und Mia konnten in der abschließenden 4 x 200 m Staffel, in neuer Vereins-Rekordzeit, die Silbermedaille gewinnen. Kjell startete zum ersten Mal auf der Bahn in ein Mittelstreckenrennen. In ordentlicher Zeit wurde er fünfter über die 1500 Meter. Vincent hatte nun endlich auch einmal Glück in der Halle. Nach einigen Rennen mit knappen vierten Rängen, endschied diesmal das Zielfoto zu seinen Gunsten. Mit einer tollen Vereinsrekord-Zeit über die 60 m Hürden belegte er den zweiten Rang und qualifizierte sich für die MDM an gleicher Stelle. Schon qualifiziert für diese, ging Hannes über die 60 m und die 400 m an den Start. Im Kurzsprint erreichte er das Finale, über die 400 m machte er fast sein Meisterstück. Nur knapp geschlagen, wurde er Zweiter und kann nun bei den MDM beweisen, ob auch dort eine Medaille drin ist. Fynn war extra wegen der Staffel angereist. Mit Kjell, Hannes und Vincent ging es auch hier viermal in die Hallenrunde. Wie bei den jungen Damen konnten die Burschen eine Silbermedaille gewinnen. Bei den MDM wird es nicht einfach für unsere jungen Sportler, die begehrten Platzierungen zu erreichen. Vielleicht werden wir aber auch hier überrascht.

Eva war am Sonntag alleinige Unterhalterin für unseren Verein. In der W13 startete sie bei den Landesmeisterschaften im Hallen-Fünfkampf. Unter 29 jungen Sportlerinnen war Platz vier bis neun ins Visier genommen worden. Die ersten drei Plätze waren im Prinzip schon gepachtet. Eva ging mit einem guten Lauf über die Hürden in den Mehrkampf. Und wie vermutet lagen die drei Favoritinnen aus Magdeburg und Bernburg vorn. Auf Rang vier kam aber schon Eva, die mit neuer Kugelstoß-Bestleistung diesen Rang auch verteidigen konnte. Auch im Sprint lief sie wieder eine gute Zeit. Selbst nach dem Weitsprung, der gut aber nicht optimal verlief, lag sie immer noch auf dem Rang hinter dem Treppchen. Die 800 m mussten also entscheiden, welche Platzierung es am Ende wird. Trotz wenig läuferischem Training, kämpfte sie um jeden Platz und lief eine Zeit deutlich unter drei Minuten. In der Endabrechnung belegte sie den fünften Platz und konnte sich über eine Steigerung gegenüber dem letzten Jahr freuen.

Am Mittwoch führte der SCM sein zweites Abendsportfest durch. Eigentlich waren nur die AK 10 und 11, sowie derStabhochsprung aller Altersklassen ausgeschrieben. Letztendlich kam aber doch auch für die U14 und jüngere Athleten eine Wettkampfmöglichkeit hinzu. Diese nutzten acht unserer Sportler. Jüngste Teilnehmerin war Leonie, die sowohl im Sprint als auch im Weitsprung recht gute Ergebnisse erzielen Konnte. Für Lena war es in der W10 der erste Wettkampf. Auch ihre Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Tamina zeigte einen guten Sprint und Rieke knackte fast die 4,00 m im Weitsprung der W11. Die vier jungen Damen starteten auch zusammen in der 4 x 100 m Staffel. Nach einer kämpferisch starken Leistung, konnten sie am Ende sogar einen neuen Vereinsrekord aufstellen. Eva trat in der W13 im Stabhochsprung und bei den Hürden an. In beiden Disziplinen erzielte sie deutliche Bestleistungen. Jenna hatte es lange spannend gemacht. Nach vielen Wettkämpfen, bei denen sie die 2,30 m im Stabhochsprung nur knapp riss, konzentrierte sie sich gleich auf die 2,40 m und übersprang die neue Vereinsrekord-Höhe tatsächlich im zweiten Versuch. Benny konnte sich über zwei sechste Plätze im Weitsprung und über die 50 m freuen. Johannes trat bei den Männern erstmalig für den PSV an. Im Stabhochsprung übersprang er sicher die 4,00 m, scheiterte aber knapp an den 4,20 m. Ein kleiner Infekt ließ an diesem Abend nicht mehr zu. Die nächsten beiden Wochenenden bieten Meisterschaften pur für unsere Jugend. Am Samstag finden in Halle die Landesmeisterschaften der U18 und F/M statt und am Sonntag die LM im Mehrkampf der U14 in Magdeburg. Am Wochenende darauf steigen die Mitteldeutschen Meisterschaften wiederum in Halle und abschließend am Sonntag die BM der U14 bis U20 in Magdeburg. Lasst uns Wetten abschließen, wie viele Medaillen und Rekorde es geben wird.

Die "Jung-Mumien" zogen am Samstag zum Aufgalopp in die Meisterschafts-Wochenenden. In der Brandberge-Halle, in der Saalestadt Halle, fanden die Landesmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren in der Hallen-Leichtathletik statt. Eingebunden waren die Titelkämpfe der U16 und U20. Das Ergebnis unserer vier Senioren liest sich sehr gut, auch wenn es darüber hinwegtäuscht, dass, trotz guter Leistungen, immer ein wenig dass Quantum Glück fehlte. Vier von fünf möglichen Titeln wurden von Katrin, Thilo und Mario eingefahren. Katrin musste auf den Stabhochsprung verzichten, da die rechte Wade einen unbeschwerten Anlauf nicht zuließ. Ob sie am nächsten Sonnabend an gleicher Stelle, bei den Titelkämpfen der Frauen antreten kann, ist noch offen. Im Kugelstoßen konnte sie trotzdem mit knappem Vorsprung den Titel gewinnen. Thilo trat ebenfalls im Stabhochsprung an und kann sich nun Landesmeister nennen. Der Modus schrieb es vor, dass nach den 2,20 m gleich 2,40 m aufgelegt wurden. Leider scheiterte er knapp an dieser Höhe, was Bestleistung bedeutet hätte. Mario hatte in der AK 50 einen ernsthaften Gegner. Hartmut Gruneberg aus Merseburg zeigte einen hervorragenden Wettkampf mit dem Stab, sodass Mario seine Taktik ändern musste. Aus sechs Schritten sprang er höhengleich mit Gruneberg, war jedoch bis dahin ohne Fehlversuch. Bei 3,20 m und längerem Anlauf, fiel die Latte erst nach einigen Sekunden im dritten Versuch. Auch hier besteht die Möglichkeit nächste Woche noch zu steigern. Im Hochsprung war die Latte ebenfalls nicht Marios Freund. Nach übersprungenen 1,50 m wurden 1,56 m aufgelegt. Nur ein Hauch ließ die Latte im dritten Versuch fallen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass laut Modus eigentlich nur 1,55 m aufgelegt hätten werden dürfen.... Der Plan die 1,58 m anzugehen war daher unmöglich. Trotzdem ein starkes Ergebnis unserer "Ollen", denn; bei Meisterschaften zählen nur die Platzierungen.

Es war ein schwungvoller Auftakt in das Wettkampfjahr 2020. Beim ersten Abendsportfest des SCM gingen acht unserer Aktiven, zum Test vor den Meisterschaften, an den Start. Eva sicherte ihren Anlauf im Weitsprung und versuchte sich mit einer neuen Technik im Kugelstoßen. Letzteres gelang ihr mit einer ordentlichen Verbesserung. Mia zeigte im Weitsprung eine stabil, gute Serie. Mit etwas Glück, wird bei den Landesmeisterschaften ein Ausreißer nach oben dabei sein. Caro lief als erste weibliche Athletin unseres Vereines die 400 m. In einer guten Zeit, war der Vereinsrekord unvermeidlich. Ebenfalls mit Vereinsrekord konnte sich Emely schmücken. Die 1000 m lief sie in einer stolzen Zeit. Wenn wir schon bei Rekorden sind, klingelte Hannes mit seiner Zeit über die zwei Hallenrunden ordentlich an den Alarmglocken. Seinen Hausrekord verbesserte er um zwei Sekunden, womit er sich in die Favoritenrolle bei den LM geschoben hat. Für Kjell ist diese Strecke noch neu. Wie die Zeit einzuorden ist, werden wir bei den Sommer-Wettkämpfen erfahren. Beim 60 m Sprint verbesserte er sich gegenüber dem letzten Wettkampf. Fynn kam mit dem Weitsprung noch nicht ganz zurecht, explodierte aber über 60 m. Selma lief fast wieder genau ihre Standardzeit im Kurzsprint. Für die LM hat sie sich eine deutliche Verbesserung vorgenommen.

Die Meldungen für die LM der F/M und U18 sind unter Wettkampfplanung zu finden. Nicht alle Start-Wünsche konnte ich erfüllen. Dafür sind einige Disziplinen aus dem Bauch heraus gemeldet (z.B. Staffeln) worden. Fühlt euch nicht verhaftet, wir sprechen am Freitag darüber.

 

Wir wünschen allen Vereinsangehörigen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020!