Am zweiten LM-Wochenende kamen unsere Athleten so richtig ins Rollen. Tatsächlich gab es in der Hallenser Brandbergehalle keine leistungsmäßigen Ausfälle. Vielmehr purzelten die Vereinsrekorde und positiven Überraschungen. Los ging es mit Thilo, der seit zwei Jahren wieder eine Meisterschaft besuchte. In der M40 stellte er seine LM-Bestleistung ein und wurde Landesmeister. Eva sprintete über die Hürden ins Finale. Sie zeigte sich verbessert gegenüber dem Mehrkampf der vergangenen Woche. Im Finale legte sie noch einige Körner zu und wurde dort, mit ihrer besten Hallenzeit, überraschend Vierte. Mit der Kugel klappte noch immer nicht alles, jedoch zeigte Eva Nervenstärke und stieß das Gerät im letzten Versuch auf die Bronze-Weite. Mia musste in die Kälte zum Winterwurf mit dem Speer. Zum ersten mal warf sie im Wettkampf die 600 g-Rakete. Im letzten Wurf traf sie das Gerät optimal, sodass es, neben dem Vereinsrekord, dafür auch die silberne Medaille gab. Im Weitsprung verbesserte sie ihren Hallen-Rekord und belegte den fünften Rang. Jenna trat eine Klasse höher in der U20 an, da sie am kommenden WE neben dem Stab kaum andere Disziplinen belegen kann. Im Sprint über die 60 m wurde sie 15., was allerdings nichts aussagt, da die komplette Landesspitze der U20 vor Ort war. Mit ihrer Zeit verbesserte sie den U20 Vereinsrekord über diese Strecke. Selbes gelang ihr im Weitsprung, bei dem es zusätzlich die Silbermedaille gab. Kjell erwischte einen optimalen Tag. Vom Beginn des 800 m-Rennens an, versuchte er an der vor ihm laufenden Gruppe zu bleiben. Dies brachte ihn Durchgangszeiten über 200 m und 400 m ein, die unter seinen Streckenrekorden lagen. Im Ziel war er mit Vereinsrekord und 18sekündiger Verbesserung seines Hausrekordes überglücklich. Auch Katrin griff seit langer Zeit wieder einmal ein. Sie schnappte sich die Kugel und wurde auf Anhieb wieder Landesmeisterin. Auch sie konnte sich über einen Vereinsrekord freuen.

Am Mittwoch ging es, in Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften, nach Magdeburg. Beim dortigen Abendsportfest traten sieben unserer Sportler/innen an. Eva siegte mit dem Stab in der W15; gleiches gelang Jenna in der U18. Dabei sprang sie endlich wieder über die 3,00 m. Auch Alexander und Johannes traten beim Stabhochsprung an. Alex wurde Vierter, direkt hinter Johannes. Mia zeigte wieder einen guten Weitsprung und konnte den Sieg in der U20 mitnehmen. Auch Caroline siegte. Über die 1000 m stellte sie zudem einen Vereinsrekord auf. Nicolas kam im Weitsprung noch nicht zurecht, beim Sprint sah es aber schon recht gut aus. Er lief über die 60 m seine zweitbeste Zeit. Vielen Dank auch den Helfern beim Stabhochsprung. Ohne eure Hilfe, bis in die späten Stunden, wäre der tolle Wettkampf nicht zustande gekommen.



Das neue Wettkampfjahr startete am Samstag und Sonntag in einen Meisterschafts-Marathon, der am 5. Februar sein Ende finden wird. Bis dahin treten unsere Athleten noch dreimal in Halle, zweimal in Berlin, einmal in Potsdam und mehrfach in Magdeburg an. Ein Durchatmen für Athleten und Trainer ist also kaum zu erwarten. Los ging es am Samstag mit den Landesmeisterschaften in den Bahn-Langstrecken. Adrian und Kjell traten dazu, in der Brandbergehalle zu Halle, in den AK U18 und U20 über die 3000 m an. In der sehr großen Sport-Arena, sind die längeren Läufe nicht unbedingt angenehm. Die trockene Luft verhindert Rekordergebnisse. Kjell lief zum ersten mal diese Strecke und konnte mit Rang vier in 10:30,96 min zufrieden sein. Adrian ging mit dem besten Vorwert ins Rennen. Pech hatte er schon bei der Startaufstellung. Trotz seiner Meldeleistung musste er auf den äußersten Teil der Bahn. Bei zehn Läufern dauerte es eine Weile, bis er sich an die Spitze kämpfen konnte. Dann bestimmte er über weite Strecken das Rennen und wurde erst in der letzten Runde überspurtet. Silber, in einer guten Zeit von 9:33,06 min, kann sich sehen lassen. Am Sonntag standen für Eva die Zeichen etwas anders. Die LM Fünfkampf der U16 wurde mitgenommen, um im Vorfeld der vielen Meisterschaften zu sehen, wie das hindernisreiche Training (für alle) sich ausgewirkt hatte. Schon bei der ersten Disziplin musste korrigiert werden. Auf dem Weg zur ersten Hürde stellte Eva von sieben auf acht Schritte um. Die Zeit war dafür recht ordentlich. Die Zitterdisziplin Hochsprung bewältigte sie im erwarteten Bereich. Beim Kugelstoßen klappte leider nicht alles, dort wäre sicherlich ein Meter mehr möglich gewesen. Überraschend lief es im Weitsprung recht gut, was auf die Einzel-LM hoffen lässt. Bei den abschließenden 800 m musste Eva nach halber Streck abreißen lassen. Die trockene Luft traf sie besonders. Die Platzierung war letztendlich nicht so wichtig, der Mehrkampf Block Wurf ist halt etwas anderes.


Letzter Akt des Jahres 2021 war unser Sylvester-Lauf. Nachdem wir im vergangenen Jahr bei Minusgraden und Schnee, paarweise um die Wette liefen, war der Lauf zum Abschied des Jahres von überaus milden Temperaturen geprägt. Am Start waren nicht ganz so viele Pärchen wie erhofft, jedoch hatten die Anwesenden sehr viel Spaß beim Lauf. Zum ersten mal in der kurzen Geschichte dieser Tradition, hatten wir sogar einen virtuellen Auftritt. Mia und Addi starteten im hohen Norden und übermittelten im Anschluss ihr sagenhaftes Ergebnis. Laufbegeisterte Fremdstarter waren ebenfalls vor Ort. Diese scheiterten knapp an einer Traummarke. Erwähnt werden muss auch Thilos Auftritt, der als Allein-Starter erst in der letzten Runde Unterstützung bekam. Last uns die Tradition beibehalten, nächstes Jahr vielleicht mit größeren Starterfeldern.

Team
Runden
km
Platz
Spock & Kirk / Basti und Christoph
39 + 350 m
15,950 km
1
Virtuell / Mia + Addi
37
18,800 km
2
Dünn und doff doof / Jenna  + Eva
28 + 50 m
11,250 km
3
Silberrücken / Katrin + Mario
26 + 200 m
10,600 km
4
Mix / Benny, Bianca, Tamina, Holger, Martina
25 + 50 m
10,050 km
5
Thilo + Merle
17
6,800 km
6





Liebe Sportfreunde, hinter uns liegt ein Jahr, dass uns in vielen Möglichkeiten einschränkte. Trotzdem war es mit Abstand das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Abteilung. Nun gilt es nachzuweisen, ob wir auch in diesem Jahr in der Lage sind, in der regionalen Spitze mitzuhalten. Im Mittelpunkt wird aber sicherlich weiterhin die Gesundheit stehen, mit allen Einschränkungen, die wir dabei auch erdulden müssen. Lasst uns alle an einem Strang ziehen, dann wird die Gegenwart erträglicher und die Zukunft um so schöner.